Türklinke und Drückergarnitur

Die Türklinke kennt jeder von uns zur Genüge aus dem Alltag. Sie begegnet uns im eigenen Heim, auf der Arbeit oder auch in der Alltagssprache, etwa im Zusammenhang sich "die Klinke in die Hand geben" oder auch "Klinken putzen". Die Türklinke ist also eine feste Größe im handwerklichen Bereich Beschläge & Eisenwaren, sowie auch fest mit unserem Alltag verwachsen. Es ist normal, Türen anhand einer Türklinke zu öffnen, zu schließen und auch zu verschließen. Doch das ist nicht überall so, denn in England oder auch Amerika werden weniger Türklinken als Türknäufe oder auch Riegel genutzt, um Türen ins Schloss fallen zu lassen. In unserem Nachbarland Schweiz wird auch die Türklinke benutzt, dort heißt sie aber Türfalle.

Die Mechanik der Türklinke

Die in Deutschland wie auch in vielen anderen Ländern gebräuchliche Türklinke ist in ihrem technischen Wesen ein mechanischer Hebel zur Türsicherung, der eine Schnappvorrichtung öffnet und schließt. Bekannt ist die Türklinke in Deutschland meistens im Zusammenhang mit einem handelsüblichen Einsteckschloss. Es wird in die Tür eingebaut und dient zu deren Verschluss. Das Einsteckschloss besteht aus dem Riegel, mit dem sich die Tür durch Umdrehen des Schlüssels abschließen lässt und der Falle, dem angeschrägten Bolzen, der die Tür nicht abschließt, sondern lediglich verschließt. Die Falle ist eine sogenannte Schnappvorrichtung, die durch die Türklinke direkt bewegt wird.
Die Türklinke ist im Prinzip ein Hebel. Er sollte ergonomisch der Hand angepasst und auch im Dunkeln bedienbar sein. Dazu werden gängige Türklinken ideal auf die Bedienung mit der Hand angepasst, etwa mit der Daumenbremse, der Zeigefingerkuhle oder der Ballenstütze. Sie sollen das haptische Gefühl der typischen Drückergarnitur erzeugen und dem Anwender auch im Dunkeln sofort vermitteln, dass er eine Türklinke greift.
Wird die Türklinke betätigt, wird die Türfalle ins Innere des Türschlosses bewegt, so zu sehen in der Innenansicht eines Einsteckschlosses. Dabei betätigt die Türklinke die unter Federdruck stehende Falle. Wird die Türklinke wieder losgelassen, bewegt auch die Falle sich dementsprechend wieder aus dem Einsteckschloss heraus. Dabei entsteht das charakteristische "Klack"-Geräusch gängiger Türen mit einem Einsteckschloss.

Besondere Vorrichtung im Panikschloss

Natürlich sind solche und andere Schlösser verschließbar. Oder einseitig zu öffnen, zum Beispiel dort, wo Türen mit erhöhtem Sicherheitsstandard ausgestattet sein müssen. Dies ist etwa auf Fluchtwegen, in Sicherheitsräumen oder Gebäudebereichen mit beschränktem Zutritt interessant. Hier sind Türklinken verwendbar, die bei mehrfachem Betätigen auch verschlossene Schlösser öffnen können. Diese sogenannten Panikschlösser sind mit einer speziellen Drückernuss ausgestattet. Die Drückernuss ist der vierkantige Halterung, in welche die Türklinke innerhalb des Schlosses eingeschoben werden kann. Die spezielle Drückernuss im Panikschloss kann durch zwei separat voneinander drehbare Hälften auch ohne Schlüssel bedient und geöffnet werden, selbst wenn das Schloss von der anderen Seite verschlossen bleibt. Dazu reicht ein mehrfaches Betätigen der Türklinke auf der entsprechenden Seite der Tür.

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