Metallbohrer in verschiedenen Ausführungen

Unter dem Begriff Metallbohrer werden alle Bohrer zusammengefasst, die für das Herstellen kreisrunder Löcher in Metallen gebräuchlich sind. Der Metallbohrer selbst ist dabei der Stift, der wiederum aus dem Schaft und dem Bohrkopf besteht. Durch die spezielle Schneidegeometrie, wird dieser Bohrer auch als Spiralbohrer oder Wendelbohrer klassifiziert. Der Bohrkopf ist kegelförmig. Metallbohrer eignen sich auch für das Bearbeiten von anderen Werkstoffen, wie Kunststoff oder Holz, dafür sind jedoch auch spezielle Bohrer mit besseren Bohreigenschaften erhältlich.

Das Fertigungsverfahren Bohren

Schon vor Zehntausenden von Jahren bohrten Menschen Löcher. Damals bearbeiteten sie natürlich keine Metalle oder Kunststoffe, sondern vornehmlich Holz oder auch Knochen und weiche Steine. Als Bohrwerkzeuge nutzten die frühen Menschen Faustkeile mit festen Spitzen. Diese mussten mit viel Beharrlichkeit in die zu bearbeitenden Werkstoffe eingedreht werden, um nach mehr oder weniger Arbeit die gewünschten Resultate zu erzeugen: kreisrunde Löcher.
Diese entstehen heute auf wesentlich einfachere Art und Weise, unter Zuhilfenahme von Bohrmaschinen. Sie sind für moderne Handwerker heutzutage selbstverständlich. Anhand des Beispiels aus der Steinzeit ist aber erkennbar, wie erheblich eine Bohrmaschine die Arbeit erleichtern kann. Und auch das Bohren sehr viel härterer Werkstoffe, wie zum Beispiel Metall, ist dank moderner Bohrer und Maschinen überhaupt erst möglich.
Die Bohrmaschine ist die motorbetriebene Möglichkeit, einen Metallbohrer in Drehung zu versetzen. Die modernen Bohrmaschinen sind durch einen Elektromotor betrieben und einfach mit zwei Händen zu bedienen. Sie erzeugen das Drehmoment, das wiederum dem Bohrer das Zerspanen des Werkstoffes ermöglicht.
Und damit zur Bohrmethode des Metallbohrers: Der Metallbohrer hat eine ganze Menge Verwandte, die sich für jeweils bestimmte Werkstoffe oder Bohraufgaben eignen. So gibt es spezielle Holzbohrer, Blechbohrer oder Universalbohrer. Aber auch für verschiedene Bohrtechniken sind bestimmte Bohraufsätze am besten geeignet, wie zum Beispiel der Anbohrer, der Aufbohrer oder der Schälbohrer.
Durch das Drehmoment bohrt sich der Metallbohrer mit jeder Umdrehung tiefer in das Metall. Wichtig für die Spannung des Bohrers ist die Schneidegeometrie, bestehend aus der Hauptschneide und der Querschneide, sowie deren spiralförmiger Weiterführung am Schaft. Dabei können sich unterschiedlich Werkzeugtypen ergeben. Diese werden danach ausgewählt, wie hart, zäh oder spröde ein Werkstoff ist.

Beschichtungen für Metallbohrer

Für eine höhere Beständigkeit, zum Beispiel gegen Verschleiß, bestehen Metallbohrer selbst aus Metallen, und zwar speziell beschichteten. So kannst du zum Beispiel als Rostschutz einen Metallschutzlack verwenden, der sowohl die Härte, die Farbe als auch die Korrosionsbeständigkeit des Bohrers beeinflussen kann.
Durch Beschichtungen, zum Beispiel aus verschiedenen Titan-Legierungen, werden zudem aber auch die Bohreigenschaften der Metallbohrer verbessert. So wird nicht nur die mögliche Einsatzdauer des gesamten Bohrers gesteigert, sondern auch die Schnitt- und Vorschubgeschwindigkeit. Derartige Hartmetallbohrer finden zum Beispiel oft beim CNC-Bohrer Anwendung.

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