Alles was der Fliesenleger braucht

Die Ergebnisse seiner Arbeit sind in der Regel in Badezimmern, Schwimmbädern oder auch auf Böden zu sehen: Der Fliesenleger verrichtet sein Tagwerk mit dem Auslegen, Verfugen und Anpassen von Fliesen aller Art. Die gängigsten Fliesenarten sind jene aus glasierter Keramik, es gibt sie aber auch aus Terrakotta (also nicht-verglaste Keramik), Naturstein oder Holz. Auch in der Größe der Fliesen gibt es Unterschiede, nicht umsonst wird der Fliesenleger in Deutschland auch als Fliesen-, Platten- und Mosaikleger/in bezeichnet. Die zu verlegenden Arbeitsmaterialien können je nach Aufgabe alle möglichen Ausmaße, von einem Quadratmeter bis hin zu winzigen Plättchen haben. Um die Beläge fachgerecht an Ort und Stelle zu bringen, arbeitet der Fliesenleger mit den typischen Fliesenlegerhilfen, wie Fliesenlegerkreuz, dem Spachtel, Kleber und Kitt, sowie Mess- und Teil- und / oder Bohrwerkzeugen.

Ausbildung zum Fliesen-, Platten- und Mosaikleger/in

Die Berufsherkunft hat der Fliesenleger in so gut wie jedem Land mit seinen ausländischen Genossen gemein. Allein die Art und Möglichkeiten der Aus- und Weiterbildung sind durchaus unterschiedlich. Eine Ausbildung zum Fliesenleger in Deutschland dauert zwei bis drei Jahre und findet im dualen System statt. Das heißt, der angehende Fliesenleger verbringt seine Ausbildungszeit einerseits in der Berufsschule, andererseits in einem Handwerksbetrieb. Somit sind sowohl die praktischen als auch die theoretischen Voraussetzungen für die spätere Ausübung des Fliesenlegerberufs gewährleistet.
Anders als in einigen anderen Handwerksausbildungen wird der Fliesenleger neben seinem Stammbetrieb auch in anderen, der Handwerkskammer zugehörigen Betrieben gelehrt. Sind alle Grundlagen im Umgang mit Fliesen, Estrichen, Sägetechnik und Co. vermittelt, endet die Ausbildung mit dem erfolgreichen Abschließen der Gesellenprüfung. Die Weiterbildung, etwa zum Fliesenleger-Meister, kann in der Regel nach einigen Jahren der Berufspraxis in Angriff genommen werden.

Erforderliche Kenntnisse und Fähigkeiten des Fliesenlegers

Neben den üblichen Anforderungen wie Teamfähigkeit und Zuverlässigkeit gibt es für Fliesenleger einige wirklich essentielle Kenntnisse, die für die speziell für Ausübung dieses Berufs wichtig sind. So muss sich ein Fliesenleger natürlich mit den Ansetzen, Verlegen und Verankern von Platten auskennen.
Er sollte sich auch auf den Aufbau von Gerüsten verstehen, schließlich kommt es immer wieder einmal vor, dass man an hohen Wänden oder Decken Fliesen legen muss. Auch sind zahlreiche vorbereitende Arbeiten zum Fliesenlegen von zentraler Bedeutung für den reibungslosen Ablauf für den Arbeitsalltag des Fliesenlegers, wie zum Beispiel das Anmischen von Mörtel oder Beton oder das Lesen von Skizzen und Werkszeichnungen.
In der Praxis nimmt der Fliesenleger diverse Schneidwerkzeuge, Maschinen und Stoffe in Hand, die natürlich alle sachgemäß bedient und verwendet werden wollen. Die Handhabung dieser Werkzeuge, sowie auch die Behandlung von zentralen Baustoffen und -Teilen gehören dringend zum Kenntnisstand des Fliesenlegers. Wichtig sind auch spezielle Fähigkeiten und Kenntnisse in den Bereichen Schutz vor Wärme, Feuchtigkeit oder Schall.

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